Internationale Symposienreihe

Das Institut für islamische Studien und interkulturelle Zusammenarbeit veranstaltet jedes Jahr in Kooperation mit dem Kulturhaus der europäischen Muslime e.V. (KUDEM) ein international angelegtes Symposium.

Internationales Symposium 2011:

Spiritualität in Religion und Kultur, 02.- 04. Juni 2011

Downloads/ Links:

Keine Kultur ohne Religion, aber keine Religion ohne Kultur. Diese Worte, die man immer wieder wiederholen sollte, könnten einen vielfältigen Stoff für Diskussionen der verschiedensten Arten zwischen Fachleuten aus allen möglichen Disziplinen liefern.

Indem man sich mit der Frage der Spiritualität beschäftigt, will man in diesem Kolloquium unserer Welt, sowohl im Westen als auch im Osten, etwas zum Nachdenken über die immer schlimmer werdenden Probleme unserer Welt vermitteln, die ständig  neue Erschütterungen erlebt: Als Folge der Verlust vieler Werte, die  aber lebenswichtig und als solche unbedingt nötig für ein ausgeglichenes und zum Glück führendes Leben sind.

Auf der einen Seite ist v. a. in westlichen Ländern ein Rennen hinter (rein) materialistische Güter feststellbar, wo man eine Entwicklung ohne scheinbare  Grundsätze der Religion erlebt; auf der anderen Seite ein stärkeres Wiederaufwachen der Religion, die immer da war, aber jetzt viel lärmender zurückkommt, wobei dies unter dem Einfluss von nach Macht, Autorität oder persönlichen Zielen strebenden Anführern geschieht, die nicht davor zurückschrecken, die heiligsten Grundsätze ihrer Religionen und die sehr bescheidene Bildung ihrer Mitmenschen zu missbrauchen, zu manipulieren.

Das Kolloquium will gegen solche zerstörerische Tendenzen die Stimme erheben, um in den Mittelpunkt einen interkulturellen Dialog über die Spiritualität zu stellen, wie sie sich in den kulturell konstituierenden Texten beobachten lässt, sowohl religiös als auch profan. Natürlich stellen sich wesentliche Fragen, die den Definitionen des Terminus selber anhaften und zunächst innerhalb  und außerhalb der reinen religiösen Bewegungen herausgestellt werden müssen. Denn dieser Terminus ist nicht, wie man es üblicherweise betrachtet, im Alleinbesitz der reinen religiösen Sprache, da viele große Schriftsteller und Dichter, v. a. im Westen, in Frankreich, Deutschland und anderswo, daraus ein wichtiges Prinzip für ihre linguistische und kulturelle Ethik als  großes Prinzip entwickelt haben, was wir gemeinsam in diesem Kolloquium analysieren wollen. Dies wird mit Hilfe von einigen Fachleuten unternommen, die es in diesem Zusammenhang vorstellen und untersuchen werden.

So eröffnen sich u. a. folgende Fragen, die man unter den folgenden Aspekten zusammenstellen kann:

  1. Definitionen der Spiritualitäten und die Beziehungen, die sie miteinander verbinden.
  2. Inter-religiöse Spiritualität und einige ihrer zwischenmenschlichen Texte.
  3. Spiritualität der kulturellen, profanen Texte.
  4. Tradition der spirituellen Exerzitien bei den großen Schriftstellern, und ihr Wert bei dem individuellen und sozialen Ausbildungssystem.
  5. Kampf gegen die Ignoranz, das Analphabetentum und zugunsten einer ethisch geprägten Erziehung, mit dem Ziel, die zwischenmenschlichen Werte zu überdenken, u. zw. auf Grund von bedeutenden Texten der Weltkulturen, indem man diesen letzteren den Vorrang im Kontakt zwischen den verschiedenen religiösen und kulturellen Gemeinschaften zuerkennt.
  6. Kodex interkultureller Werte, die das menschliche Wesen in seiner Existenz respektieren und ihm Freiheit und Glück zuerkennen. Daher die Frage: Braucht der Mensch Religion oder Kultur, oder vielmehr Religion und Kultur?
  7. Neudefinition einer wahren Toleranz, die auf den Prinzipien einer sozialen Gleichheit zwischen Mehrheiten und Minderheiten in jeder Gesellschaft fußt.

 

 

Tagungsvorbeitung und -leitung

Priv.-Doz. Dr. Hüseyin İlker Çınar, Direktor, IFIS & IZ, Mannheim
Prof. Dr. Dr. Raif Georges Khoury, Uni Heidelberg

 

Tagungsassistenz:

Dipl.-Betriebswirt (FH), MBA Ferhat Eryurt, IFIS & IZ, Mannheim
Fatih Mert, IFIS & IZ, Mannheim

 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

 

Deutschland:

Prof. Dr. Werner Arnold, Uni Heidelberg
Priv.-Doz. Dr. Dirk Ansorge, Uni Münster/ Essen
Prof. Dr. Hartmut Bobzin, Uni Erlangen
Priv.-Doz. Dr. Hüseyin İlker Çınar, Direktor, IFIS & IZ, Mannheim
Dr. Merdan Güneş, Uni Frankfurt
Prof. Dr. Dr. Raif Georges Khoury, Uni Heidelberg 
Prof. Dr. Dr. Karl-Josef Kuschel, Uni Tübingen
Prof. Dr. Miklos Muranyi, Uni Bonn
Prof. Dr. Frederek Musall, Hochschule f. Jüd. Studien, Heidelberg
Prof. Dr. Jürgen Siebke, ehemaliger Rektor, Uni Heidelberg 
Prof. Dr. Harald Sürmann, Uni Bonn/ Aachen 
Prof. Dr. Edmund Weber, Uni Frankfurt
Prof. Dr. Bülent Uçar, Uni Osnabrück

Türkei:

Prof. Dr. İbrahim Kafi Dönmez, Rektor, 29 Mayıs-Uni, Istanbul
Prof. Dr. Raşit Küçük, Dekan, Marmara-Uni, Istanbul
Prof. Dr. Şinasi Gündüz, Dekan, İstanbul-Uni, Istanbul 
Prof. Dr. Yaşar Aydınlı, Dekan, Uludağ-Uni, Bursa
Prof. Dr. Ali Osman Ateş, Dekan, Çukurova-Uni, Adana
Prof. Dr. Recep Şentürk, Fatih-Uni, İSAM, Istanbul
Prof. Dr. Mevlüt Güngör, İstanbul-Uni, Istanbul
Prof. Dr. Bekir Karlığa, Bahçeşehir-Uni, Istanbul
Prof. Dr. Mahmud Erol Kılıç, Marmara-Uni, Istanbul 
Prof. Dr. Süleyman Uludağ, Uludağ-Uni, Bursa
Prof. Dr. Hüseyin Yaşar, Dokuz Eylül-Uni, Izmir

Österreich:

Prof. Dr. Ednan Aslan, Uni Wien

Frankreich:

Prof. Dr. Naoum Abi Rached, Uni Strasbourg
Prof. Dr. Edgard Weber, Uni Strasbourg
Prof. Dr. Jean-Louis Vieillard-Baron, Uni Poitiers

Polen:

Prof. Dr. Krzysztof Koscielniak, Uni Krakau

Irak:

Prof. Dr. Hassan Majed Al-Obaydi, Uni Bagdad
Dr. Abdulbary al-Mudarris, Dekan, Uni Arbil

Libanon:

Prof. Dr. Georges Hobeika, Prorektor, Saint-Esprit-Uni, Kaslik
Prof. Dr. Jean Akiki, Prorektor, Saint-Esprit-Uni, Kaslik
Prof. Dr. Hoda Nehmé, Dekanin, Saint-Esprit-Uni, Kaslik
Prof. Dr. Mariette Fayad, Saint-Esprit-Uni, Kaslik
Prof. Dr. Jean Reaidy, Saint-Esprit-Uni, Kaslik
Prof. Dr. Gaby Abou Samra, Saint-Esprit-Uni, Kaslik
Prof. Dr. Georges Khawam, Rektor, St. Paul-Institut für Theologie und Philosophie, Harissa
Prof. Dr. Joseph Maalouf, Libanesische Uni, Beirut

Spanien:

Prof. Dr. Conception Castillo Castillo, Uni Granada

Malta:

Prof. Dr. Alexander Borg

 

Weitere Informationen zum Symposium unter info@ifis-iz.com.

German
Turkish
French
Arabic
Arabic
Bibliothek

Die Präsenzbibliothek des Instituts für islamische Studien und interkulturelle Zusammenarbeit

Die für die Forschungsschwer- punkte des IFIS&IZ konzipierte Bibliothek wurde dem Institut zur Nutzung vom KUDEM eingerichtet und bereitgestellt. Sie ist eine wissenschaftliche Spezialbibliothek mit mehrsprachigen Beständen (arabisch, deutsch, türkisch, englisch und französisch) in den Gebieten der islamischen Theologie, islamischen Studien und Orientalistik und umfasst gegenwärtig ca. 25.000 Bücher.

Weiterlesen...

Förderverein

Das Kulturhaus der europäischen Muslime e. V. (KUDEM)  wurde 2004 gegründet, um die kulturellen und künstlerischen Schätze des Islams und des Orients in der hiesigen Gesellschaft durch die Veranstaltung von Kursen und anderen Aktivitäten vorzustellen und einzubringen.

Daneben engagiert sich das KUDEM ebenfalls als Förderer der Wissenschaft, in dem es dem Institut für islamische Studien und Interkulturelle Zusammenarbeit (IFIS & IZ) bei der Organisation von Veranstaltungen und durch die Bereitstellung der Infrastruktur unterstützt.

Copyright © 2017 IFIS & IZ e.V. Alle Rechte vorbehalten.